Inspiration
Impulse für deinen Inneren Weg
Videos, Gespräche und Gedanken über Männer, Frauen, Beziehungen, Sinn, Krise und den Mut,
sich selbst wirklich zu begegnen.
Inspirationen für deinen Weg
„Manchmal braucht es nur einen Gedanken, eine neue Perspektive oder einen Moment der Klarheit, damit sich etwas in Bewegung setzt.
Wie ein Berggipfel, der aus den Wolken hervortritt, entstehen auch auf unserem Lebensweg immer wieder Augenblicke, in denen wir klarer sehen und neue Wege erkennen.
Die hier gesammelten Videos und Impulse laden dich ein, innezuhalten, nachzudenken und dich inspirieren zu lassen. Nimm einfach das mit, was für deinen eigenen Weg gerade wertvoll ist.“
Das Leben meint es gut mit uns
Während alte Strukturen zunehmend zerbrechen, entstehen gleichzeitig neue Möglichkeiten für Wachstum und Entwicklung.
Warum ich darin eine große Chance sehe und weshalb ich glaube, dass es das Leben gut mit uns meint, erzähle ich in diesem Video.
An alle Depressiven: Hier die gute Nachricht!
In diesem Video geht es um Depression, Burnout und die oft verborgene Kraft der Wut.
Warum unterdrückte Gefühle uns Energie rauben können und wie daraus neue Lebendigkeit entstehen kann, erfährst du in diesem Video.
Die Schuldfalle
Fühlst du dich oft unter Druck, getrieben oder erschöpft? Möglicherweise steckt dahinter eine Schuldfalle, die unbewusst auf dein Leben wirkt.
Was ich damit meine und wie du einen neuen Umgang damit finden kannst, erfährst du in diesem Video.
Themen, die dich weiterführen
Krise, Wandlung & Heilung
Wandlung ist möglich. Auch dort, wo du gerade keinen Ausweg siehst
Manngeburt verstehen
Frühe Prägungen erkennen, ihre Wirkung auf Denken, Fühlen und Handeln verstehen – und lernen, sie zu wandeln.
Wann macht Mann eine Manngeburt?
Was ist eine Visionssuche?
Was bringt die Teilnahme an einer Manngeburt?
Verbindung neu entdecken
Impulse für mehr Verständnis, Verbindung und einen neuen Blick auf Partnerschaft und Beziehung.
Wie finde ich eine kraftvolle Entscheidung?
Wie reduziere ich den Stress in der Familie?
Die Glücksformel in Beziehungen
Sich selbst begegnen
Verstrickungen verstehen, Klarheit gewinnen und neue Wege für das eigene Leben entdecken.
Sobald wir lernen uns selbst zu vertrauen, fangen wir an zu leben
Die Bedeutung der Emotionen für unsere Gesundheit
Das Entweder-oder trennt.
Das Sowohl-als-auch verbindet.
Es erlaubt uns, Widersprüche zu halten –
in uns selbst, in Beziehungen und in der Welt.
Frieden wird möglich.
Stefan Wolff
Wolfenherz-
Initiatische Gedichte
Gedichte aus dem Raum innerer Wandlung.
Persönlich, archaisch, suchend-
und nah an dem, was uns im Innersten bewegt.
von Stefan Wolff
Artikel & Perspektiven
Vertiefende Beiträge, Gedanken und neue Sichtweisen zu persönlichen Entwicklungsthemen, Beziehungen und den Herausforderungen des Lebens.
Trennung - und wie soll es jetzt weitergehen?
Wer sich dem Trennungsschmerz stellt, findet die Liebe neu.
Mit meiner ersten großen Liebe war ich 7 Jahre zusammen. Wir hatten eine tiefe, glückliche und erfüllte Liebe. Der Haken war nur, dass sie erst 17 war als wir uns kennenlernten und ich mit meinen 25 Jahren war ihr erster Mann. Nach ca. 3 Jahren Beziehung kam bei ihr der Wunsch auf noch andere Männer sexuell zu erleben, aber sie wollte sich nicht trennen. Also ging sie fremd. Irgendwann kam ich drauf. Das führte zum ersten Bruch in unserer Partnerschaft. Nochmal 2 Jahre später verliebte sie sich in ihren Bühnenkollegen und lud ihn in unser Bett, während ich auf Reisen war und unerwartet früher nach Hause kam. Das war im Grunde der Anfang vom Ende.
Trennungsschmerz und Abschiedssex
Zugleich konnten wir nicht voneinander lassen, weil wir uns eben auch liebten. Um einen Neuanfang zu starten flogen wir nach Amerika, um in der kalifornischen Wüste an einem Selbstfindungsseminar, genannt Vision Quest teilzunehmen. Beruflich führte dieses Seminar zu einer großen Wende in meinem Leben, weil ich heute selbst solche Visionssuchen durchführe und leite.
In unserer Beziehung sorgte die Visionssuche ebenfalls für eine Klärung. 4 Tage und 4 Nächte saß jeder von uns allein und fastend auf einem selbstgewählten Platz in der Wildnis, um Antwort auf seine Herzensfragen zu finden. Für mich war die Antwort klar, ich wollte mit meiner Freundin zusammenbleiben und sie heiraten. Deshalb machte ich ihr vor Ort noch einen Heiratsantrag, den sie ablehnte. Meine Welt ging unter und ein überwältigender Trennungsschmerz brach mir das Herz, der noch verstärkt wurde durch den unglaublich schönen Abschiedssex, den wir hatten. Ich konnte dieses Paradox damals nicht in meinem Kopf und meinem Herzen lösen, dass wir uns trennten und zugleich so eine liebevolle, leidenschaftliche sexuelle Begegnung haben konnten. Noch Jahre später habe ich von diesem Bild taggeträumt.
Erfüllter Sex mit der Ex, weil es nichts mehr zu verlieren gibt
Heute weiß ich das am Ende unserer Beziehung wieder bedingungslose Offenheit sein konnte, weil wir nichts mehr zu verlieren hatten. Im Grunde war der Sex genauso wie zu Beginn. Wenn´s noch nichts zu verlieren gibt oder eben nichts mehr, dann können wir uns offensichtlich in aller Offenheit hingeben. Das macht die sexuelle Begegnung so erfüllend, weil alles komplett neu und bedingungslos ist, sogar am Ende. Das erleichtert es uns sehr ganz im Hier und Jetzt zu sein, was die beste Grundlage für eine erfüllte Sexualität ist.
In einer bestehenden Beziehung diese Offenheit und Hingabe in der körperlichen Begegnung zu entwickeln ist viel schwieriger, weil wir eben als Paar eine Geschichte haben, mit gegenseitigen Verletzungen, eine Zukunft, die sehr banal alltäglich sein kann, mit Geldsorgen, Problemen mit den Kindern etc.
Beim Sex mit der Ex spielt all das keine Rolle mehr und dadurch ist wieder mehr Feuer, mehr Herzenstiefe, wieder mehr Lust möglich. Allerdings nur genau so lange, bis die Verbindlichkeit wieder ins Spiel kommt. Sollte sich also aus Sex mit der Ex wieder etwas in Richtung verbindlicher Beziehung entwickeln, dann sind auch alle ungelösten Probleme, die zur Trennung führten sofort wieder mit im Bett.
Vermeidung von Trennungsschmerz führt zur „Kaugummischmerz“
Insofern glaube ich nicht, dass sich eine Partnerin durch Sex zurück gewinnen lässt. Wenn da echte Bereitschaft ist, sich den Ursachen zu stellen, die zur Trennung führten, kann auch die sexuelle Liebe sich innerhalb einer Beziehung zum positiven wandeln. Wenn die Bereitschaft jedoch dafür nicht gegeben ist, dann wird auch der Rettungsversuch über das Bett, früher oder später scheitern und den Trennungsprozess unnötig verlängern. Ich nenne das „Kaugummischmerz“. Ein lang dauernder dumpfer Schmerz, der in die Unfreiheit führt.
In meinem Fall war es so, dass ich 1 Jahr lang überhaupt keinen Kontakt zu meiner Ex hatte. Dann versuchte ich sie nicht durch Sex zurückzugewinnen, sondern als ihr bester Buddy. Sie konnte immer und zu jeder Zeit zu mir kommen und sich bei mir über die miesen Kerle ausheulen, mit denen sie jeweils verkehrte. Immer fand sie ein verständnisvolles Ohr und immer gab es mich als Rückhalt und besten Freund. Jedes Mal hoffte ich, dass ich in die Lücke springen könnte, wenn mal wieder eine Beziehung bei ihr zu Ende ging. Diese Lücke wurde jedoch sofort mit einem anderen Mann gefüllt. Für mich gab es da gar keinen Platz mehr. 7 Jahre brauchte ich, um das zu verstehen und mich endgültig zu lösen. 7 Jahre ohne eine feste Beziehung für mich, weil ich ja emotional gebunden war. Als ich das endlich kapierte, habe ich mich auch als guter Freund von meiner Ex getrennt.
Erst jetzt verspürte auch sie Trennungsschmerz. Ganz kurze Zeit später trat eine neue Frau und eine schöne liebevolle Beziehung in mein Leben.
Sich dem Trennungsschmerz zu überlassen bringt Heilung
Seit dieser ersten Liebesbeziehung musste mein Herz noch einige Male im wahrsten Sinne brechen. Jedes Mal war es unglaublich schmerzhaft, weil, wenn ich mich binde, dann ganz und gar und tief. Jedes Ende, jeder Bruch, auf den ich mich wirklich einließ, ließ mich auch innerlich brechen und darunter kam noch mehr Liebes- und Bindungsfähigkeit zum Vorschein. Darum möchte ich keine meiner Liebesbeziehungen missen und ganz besonders auch nicht die schmerzhaften Enden.
Sie haben mich zu dem Mann geformt, der ich heute bin. Ich lebe nun schon mehrere Jahre in einer von Liebe, Vertrauen und Offenheit geprägten Beziehung, die nahezu frei von Dramen ist. Alle die Brüche, die ich davor erleben musste, haben mich weich geknetet. Da muss jetzt nichts mehr brechen, weil es sich weiten und dehnen darf. Bis dahin war es ein langer Weg, gepflastert mit viel Verlust und Schmerz und ganz viel innerem Wachstum und Zugewinn an Bewusstheit.
Ich musste diesen Weg nicht allein gehen. An jeder Kreuzung gab es Menschen, Profis, die mich durch meine tiefen Täler begleiteten, mir manchmal die Taschenlampe im dunklen Tunnel ausrichteten. Es hat sich gelohnt!
Diese Textzeile aus dem Lied „Anthem“ von Leonard Cohen ist mir bis heute Trost:
„There is a crack in everything, that´s where the light comes in.“
https://www.youtube.com/watch?v=6wRYjtvIYK0
Ja, so ist es tatsächlich. Das Licht, sprich die Freude, das Glück, die Liebe, wird genau an der Stelle frei, an der der Bruch geschieht. In meinem Fall fühlt es sich so an als würden harte verkrustete Schalen, die mein Herz verschlossen hielten, abbrechen und das Eigentliche freilegen.
Auch meine Kollegen sprechen in ihren Blogs von ähnlichen Erfahrungen. Sie erzählen von der Bedeutung und von den wesentlichen Schritten einer Bewußtseinsentwicklung, die mit dem Verlust einer Partnerschaft einhergeht:
Gelingt es dir vorzudringen zur eigentlichen Botschaft deines Herzens dann wird der Verlust zu einer Chance für dein Leben und deine persönliche Entwicklung. Im Chinesischen besteht das Zeichen von Krise aus aus den Zeichen von Chance und Wandel. So ist es tatsächlich. Jede wirklich jede Krise in unserem Leben birgt die Chance für einen teifgreifenden Wandel zu etwas Besserem, Erfüllterem und Vollständigerem.
Mehrmals in meinem Leben, wenn wieder mal eine Liebe zerbrach, hatte ich das Gefühl, dass es nicht weiter geht, dass dies nun das Ende ist. Und immer war da zugleich eine Kraft, die mich trug, die mir Halt und Gewissheit gab, dass es einen tieferen Sinn gibt, den ich jetzt gerade nicht erkennen kann. Im Rückblick stimmt das auch. Ich bin an jedem Beziehungsende gewachsen. Machte mich auf den Weg, holte mir Hilfe, entdeckte dabei meine berufliche Bestimmung, habe etwas dazu gelernt, das mein Leben heute enorm bereichert, bin stabiler, erwachsener, lebendiger, vertrauensvoller, lust-und freudvoller geworden. Vor allem aber, dankbarer für das, was mir durch meine aktuelle Partnerin geschenkt wird. Vieles ist nicht mehr so selbstverständlich wie früher. Dadurch steigt auch meine Achtsamkeit und mit dieser gehe ich liebevoller mit meinen Bedürfnissen und den Bedürfnissen meiner Partnerin um.
Das ist mir nicht einfach so in den Schoß gefallen. Mit professioneller Hilfe von Therapeuten konnte ich klarer erkennen, was mein Anteil an der Trennung ist, konnte ungeliebte Teile in mir annehmen und lieben lernen und muss sie heute nicht mehr blind auf meine Partnerin projizieren. Es bricht mir kein Zacken mehr aus der Krone, wenn ich mich schäbig verhalten habe, mich dafür zu entschuldigen. Kann zugleich auch kraftvoll zu mir stehen, wenn ich mich ungerecht behandelt fühle und bin vor allem in der Lage, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, statt wie früher, mich meinem kindlichen Trotz auszuliefern.
Es gibt Wege aus der Wiederholungsfalle. Der erste Schritt dazu ist dir einzugestehen, dass du gescheitert bist und dass du deinen Teil an Verantwortung, dass es so weit kam, selbst trägst. Diese passive Opferhaltung zu verlassen ist am schwierigsten. Wenn du das geschafft hast, ist Hilfe nicht mehr weit und dann beginnt der Versöhnungsprozess mit dir selbst. Gelingt dieser, ist die Tür für eine erfülltere, glücklichere Beziehung weit aufgestoßen.
Heute habe ich zu keiner meiner Ex-Partnerinnen noch Kontakt, außer zur Mutter meiner Tochter. Nicht, weil ich im Streit oder böse auf sie wäre. Das ist sicher nicht der Grund. Nein, ich habe mich ganz und vollständig in Dankbarkeit für das, was war, gelöst. Dann bleibt da nichts mehr, weil das Leben in unterschiedliche Richtungen weiterfließt und es nichts mehr gibt, was uns verbindet. Heute blicke ich auf die jeweilige Beziehung, wie auf ein vergangenes Leben. Es ist vorüber. Es war zum jeweiligen Zeitpunkt bedeutsam und heute ist es dies nicht mehr. Keine Wehmut, keine Reue, nichts.
Wer so zurückblicken kann hat sich wirklich gelöst. Das ist möglich!
Die Lernaufgaben des Lebens
Meine jetzige Partnerin und zukünftige Frau konnte ich nur treffen und mich auf sie einlassen, weil die Beziehungsverluste und Trennungen, die ich durchlitten habe, mich haben wachsen und reifen lassen. Ohne diese Erfahrungen hätte mich die enorme Liebeskraft und Liebesfähigkeit meiner aktuellen Partnerin verschreckt, geängstigt und in die Flucht getrieben. Natürlich hätte ich jede Menge gute Argumente gefunden, warum sie nicht zu mir passt, damit ich mir meine unbewussten Defizite nicht anschauen muss und in meiner komfortablen Opferhaltung verharren kann. Mich dem Trennungsschmerz gestellt zu haben und damit auch meinen ungeliebten Seiten, meiner Ablehnung mir selbst gegenüber, ist eine der größten Taten in meinem Leben. Ich kann dir sagen, nicht selten fühlte sich das an wie sterben, nicht selten weinte und schrie ich gar wie ein angeschossenes, verwundetes Tier. Ich habe meine Wunden geheilt, mich der Zeit, die das braucht überlassen und bin wieder stärker und liebesfähiger aufgestanden. UND ich wurde beschenkt mit einer liebenden Frau, die mich nimmt wie ich bin, die mir vertraut, die sich mir hingibt und mir Grenzen setzt, wenn´s nötig ist.
Kurz:
Wer sich seinen Lernaufgaben stellt, die das Leben fordert, der wird von diesem Leben auch reich beschenkt. Darin besteht für mich keinerlei Zweifel.
Pack den Stier bei den Hörnern
Darum frage Dich ehrlich in deiner aktuellen Lebenssituation:
Worum geht es gerade wirklich? Was will das Leben momentan von mir?
Wenn Dir das zu schwierig erscheint, dann hole dir Hilfe. Es gibt sie für jeden ernsthaft Suchenden. Sich Hilfe zu holen hat etwas mit Größe zu tun. Es ist eine erwachsene, reife Form des Handelns. Wenn dein Auto defekt ist und du nicht weißt woran das liegt, zögerst du keine Sekunde dich einem Fachmann anzuvertrauen. Solltest du dir selbst nicht mindestens genauso wichtig sein wie dein Auto? Kämst du auf die Idee zu sagen, wenn ich mein Auto nicht ohne fremde Hilfe reparieren kann, bin ich ein Schwächling? Oder kämst du auf den Gedanken, dich dafür zu verurteilen, dass du dein gebrochenes Bein von einem Experten für Beinbrüche, nämlich einen Arzt, behandeln lässt?
Für manche Seelenthemen, die einer Reparatur bedürfen, braucht es eben auch einen Experten. In diesem Bereich verhalten sich viele Männer noch so, als wären sie zufrieden damit ihr Auto auf drei Zylindern zu fahren, mit dem Argument im Gepäck: „So lange es fährt ist alles ok!“
Das Auto wäre sofort in der Werkstatt, weil man mit so einer maroden Kiste nicht fahren will. Mit einer lädierten Seele fährt sich´s allerdings auch ziemlich Spaß frei durchs Leben. Ohne entsprechende Reparaturmaßnahmen wird sich daran nicht groß was ändern. Wir haben es immer selbst in der Hand, wohin die Reise führt.
Trau dich den Stier (das Leben) bei den Hörnern zu packen und hole dir ab, was längst als Geschenk für dich bereit liegt.
Diesen Artikel habe ich im Rahmen einer Blogparade zum Thema Trennung und Sex mit der Ex geschrieben. Hier findest Du den Initiator dieser Blogparade:
https://www.maennlichkeit-staerken.de/ex-zurueck/ex-zurueck/
Beziehung, Romantik & Liebe: Mythos & Realität
Ein Podcastinterview für das Männernetzwerk Schweiz.
Beziehungen bestimmen unser Sein in der Welt. Davon überzeugt ist Stefan Wolff, initiatischer Therapeut für Menschen und Paare und Erfinder des neunmonatigen Männertrainings „Manngeburt“. Die Ebene der Beziehung wirkt immer und lässt sich nicht ausklammern, auch nicht auf der beruflichen Ebene. Eine reife, erwachsene und erfüllte Beziehung hat dabei nichts mit Romantik zu tun. Liebe ist nüchtern, unaufgeregt und beständig. Und an erster Stelle steht dabei die Liebe zu sich selbst. Diese Liebe bedeutet Annahme von und Verantwortung für alle Gefühle sowie eine bedingungslose liebevolle Fürsorge für sich selbst. Wohlbemerkt ein anspruchsvoller, aber der einzige Weg zu gelungenen Beziehungen.
Transformation - die Herausforderung unserer Zeit
Die Bedeutung von Transformationsprozessen im Wandel der Zeit.
Schon seit längerem mag ich mich nicht mehr mit den situativen Lösungen, die unsere Experten und Entscheider produzieren, befassen, weil mir das nur den Blick auf das Eigentliche verwässert.
Was meine ich mit dem Eigentlichen?
Wir befinden uns als Weltgemeinschaft, spätestens seit dem Ausbruch von Corona in einem grossen Transformationsprozess, der sich durch den Klimawandel schon seit vielen Jahren angekündigt hat, aber von uns nicht wirklich ernst genommen wurde, was nur allzu menschlich ist.
Auch in unserem individuellen Leben lenken wir uns gerne ab, ignorieren wir Anzeichen, die auf eine bevorstehende Krise hindeuten. Sei es durch Probleme in der Beziehung, Krankheiten, die wir durch ungesunden Lebenswandel selbst hervorrufen etc.
Oft tendieren wir dazu die ersten Fingerzeige zu ignorieren und Ausreden zu erfinden, bis dann das Leben zuschlägt, die Partnerin uns verlässt, eine schwere Krankheit ausbricht oder ein Unfall uns aus dem gewohnten Leben reisst.
Wenn wir dann erkennen und zulassen, dass eine wesentliche Korrektur nötig ist, dann ist der Moment gekommen das die Transformation beginnen kann. Transformation bedeutet allerdings nicht nur etwas an der Oberfläche symptomhaft zu verändern, sondern an die Wurzeln zu gehen.
Transformationsprozesse laufen immer nach dem gleichen Muster ab.
Unser altes Verhalten hat zu einer Entgleisung geführt. Im wahrsten Sinne des Wortes geht es auf dieser gewohnten Schiene nicht mehr weiter. Ein neues Gleis ist noch nicht gelegt und es ist auch keineswegs klar, ob es überhaupt darum geht wieder ein Gleis zu legen.
Viel mehr werden wir hineingeworfen in einen Zustand der Ohnmacht, der Ratlosigkeit, gepaart mit dem Gefühl des Verloren seins. Oft geht das mit Emotionen von Wut, Aggression oder Sinnlosigkeit einher. Alles keine angenehmen Gefühle und doch der erste Schritt der Heilung. Das Kranke, Ungesunde, Unnatürliche soll sich ja verabschieden und gehen, aber weil es eben seine Zeit braucht bis etwas substanzielles Neues wächst, entsteht ein Niemandsland, eine Zeit der Orientierungslosigkeit, mit den eben erwähnten Zuständen.
Die Natur hilft uns das zu verstehen. Jedes Jahr im Herbst fallen die Blätter, verliert der Baum seine Kraftquelle, sterben Blumen und Pflanzen, um im Winter ins Nichts zu verfallen. Hätten die Bäume und Pflanzen sich ebenfalls von ihrer Natur abgespalten, wie wir Menschen, müssten sie jedes Mal in Angst und Panik verfallen und entsprechende Energien aussenden.
Was wir Menschen jedoch von außen beobachten können ist eine Unaufgeregtheit, die sich dem natürlichen Lauf überlässt und aus der Stille des Winters einen neuen Frühling aufkeimen lässt.
In der Ruhe des Winters sammelt sich der frische Keim, der zu neuem kraftvollen Leben auferstehen wird.
Was, wenn wir Menschen ebenfalls uns unserer Natur und der damit verbundenen Transformation anvertrauen würden?
Dann würden wir anerkennen, dass etwas altes Unlebendiges gehen muss. Wir würden uns dem Nichtwissen, der Dunkelheit, dem Nicht-Greifbaren des Winters überlassen, im Vertrauen darauf, dass sich in unserer Seelentiefe ein neuer Keim für neues Leben konstelliert.
Dieser Keim entsteht, erstens durch die Hingabe an das natürliche Prinzip von Stirb und Werde und zweitens durch Nicht-Tun. Durch ein angebunden sein an die Natur des Lebens, die immer wieder neues kreiiert und hervorbringt. Wenn wir uns in diesen Prozess nicht einmischen und ihn zulassen, passiert dies von ganz allein.
Dieses Vertrauen haben wir verloren.
Deshalb halten wir die Zeit des Winters nicht aus, mischen uns ein, geraten in Aktionismus, überdüngen die Böden, schreien nach Spritzen, die uns schützen sollen, weil wir verlernt haben unser Immunsystem fit zu halten und darauf zu vertrauen, dass unsere natürlichen Körper die Kraft besitzen gesund zu bleiben oder zu heilen.
Wir sind gefangen im dualistischen mechanistischen Weltbild, dass uns die Probleme eingebrockt hat und erhoffen uns nun die Lösung vom selben Weltbild. Wohin wird das wohl führen?
Corona zeigt uns nun in aller Deutlichkeit, dass jede Lösung, die aus unserem alten Weltbild entspringt ins Leere führt, was zu noch mehr Anstrengung und Aktionismus führt, was uns noch mehr ins Leere laufen lassen wird. Dabei werden wir immer hektischer, aufgeregter und verlieren unsere Mitte, unsere Natürlichkeit, unsere Kraft und Lebensfreude.
Warum das alles? Sollen wir bestraft werden?
Solche Kategorien kennt die Natur nicht. Sie kennt keine Wertung wie wir sie in unserem Weltbild erschaffen haben. Damit kennt sie auch keine Trennung, die wir künstlich erzeugt haben. Inzwischen sind wir komplett überzeugt davon, dass es keinen anderen und vollständigeren Blick auf die Welt gibt. Wir sind uns gewiß, dass unsere Wirklichkeit die einzig Wahre ist. Was, wenn wir uns getäuscht haben?
Wenn wir uns wieder mit unserer Natürlichkeit verbinden, uns dem anstehenden Transformationsprozess überlassen, werden sich Lösungen zeigen, Wege öffnen, die wir jetzt noch nicht einmal denken können.
Diese Lösungen werden zum Wohle der Menschheit sein, aller und nicht nur einiger Weniger. Sie werden zum Wohle der Natur und unseres Planeten sein und wir alle werden zufriedener, glücklicher und gesünder im Einklang mit unserer Erde leben.
Weil ich aufgrund meines eigenen Lebensweges, den vielen Häutungen und der jahrzehntelangen Begleitung von Menschen in ihrem Transformationsprozess eine Gewissheit in mir trage, dass es so kommen wird, wenn es uns Menschen gelingt, uns auf diese Transformation einzulassen, schaue ich inzwischen immer öfter auf das Eigentliche hinter all dem Getöse, dass das sterbende Alte verursacht.
Immer wenn mir das gelingt, werde ich ganz ruhig, gelassen, vertrauensvoll und manchmal voll Mitgefühl für diejenigen, die noch sehr im Kampf verstrickt sind, egal auf welcher Seite.
Ich wünsche Dir, der/ die Du das liest, den Mut Dich auf die Transformation einzulassen.
Wenn Du magst bist Du herzlich zu meinem Online Manngeburt Infoabend eingeladen. Ich erzähle da wie so ein Transformationsprozess gestaltet werden kann.
Auch für Einzelbegleitung stehe ich Dir gerne zur Verfügung.
Manngeburt: Wirkungen & Nebenwirkungen
Manchmal holt einem das Leben ein. Mann hat dann verschiedene Möglichkeiten:
- Man resigniert, taucht ab, wird depressiv, versinkt in Selbstmitleid — mehr oder weniger
- Man flüchtet: In die Arbeit, in Süchte, Vergnügen, Ablenkungen, Affären
- Man lässt sich nicht unterkriegen, sucht nach neuen Wegen, Auswegen, sucht Tür- manchmal auch nur Fensterspalten, die offen sind. Und geht weiter.
«Krisen sind Chancen», sagt der Volksmund. Oder wie mein Coach damals meinte: «Jede Krise hat ein Ende». Genützt hatte mir dieser Zuspruch im damaligen Moment nichts. Ich bin mir bis heute nicht sicher, ob man in der Krise überhaupt zwischen Eins, Zwei oder Drei die Wahl hat. Ich für mich wollte auf jeden Fall nicht abwarten, bis irgend wann dieses Ende am Horizont auftauchte. Ich wollte etwas tun, meinen Anteil der Krise erkennen, verstehen. Und etwas in mir ändern. Schon mit diesem Entscheid fing das grösste Abenteuer in meinem Leben an.
Manngeburt: Eine moderne Initiation
Meinem Freund Chris hatte ich es zu verdanken, dem Angebot «Manngeburt» zu begegnen. Ich las damals die Homepage vorwärts und rückwärts, vertraute Chris’es positivem Erlebnis mit dem Anbieter und buchte kurzerhand sechs Wochenenden im «Wilden Westen» Münchens plus zehn Tage Visionssuche in der toskanischen Pampa. Um dabei zu sein, fuhr ich jedesmal über vier Stunden weit nach Deutschland. Eine Ahnung davon, was wirklich auf mich zukam, hatte ich nur vage.
Am ersten Wochenende begrüsste der Münchner Männer-Trainer Stefan Wolff mit seinem Co-Leiter und zwei Assistenten 12 Männer, die sich auf diesen neunmonatigen Lebens-Prozess einlassen wollten. Schon nach den ersten drei Tagen war für mich klar: Ich bin am richtigen Ort zur richtigen Zeit gelandet: Rasch stellte sich unter den Teilnehmern eine Offenheit ein, die unter Männern nur selten erlebt werden kann. Mit jedem Wochenende nahm das Vertrauen zu und plötzlich war eine verschworene Gruppe da, in der ich mich zeigen konnte. In der ich mich getragen fühlte. Egal, was gerade war.
Bei diesem Männer-Training gibt es keine Vorträge. Kurze Impulse wechseln sich mit einer Vielzahl von Übungen, Aufgaben und Ritualen ab. Dabei orientiert sich das Programm an den vier Archetypen Krieger, Magier, Liebhaber und König. Die Wochenenden sind intensiv und gehen immer tief. Die Geschichten und Offenbarungen in den Councils — Männer sitzen im Kreis, wer den Redestab hat spricht und erhält die ungeteilte Aufmerksamkeit der Runde — sind dabei mindestens so bereichernd, wie die eigenen Prozesse, die ablaufen. Man beschäftigt sich mit dem Erbe von Mutter und Vater, seinen Ängsten, Schatten und Lichter. Jeder Prozess gestaltet sich komplett anders und doch gibt es einen kleinsten, gemeinsamen Nenner: Männer, die im Leben vorwärts kommen wollen, Männer, die sich besser erkennen und annehmen lernen wollen. Männer, die ihren Geheimnissen und Schatten begegnen und diese integrieren und erlösen wollen. Männer, die mehr und mehr in ihre Kraft kommen wollen.
Vision-Quest
Zum Abschluss geht die Reise in die Abgeschiedenheit der Toskana. Nach drei Vorbereitungstagen findet man sich für die nächsten vier Tage an seinem Visions-Suche-Platz, mit einer Plastik-Zeltplane und 10 Liter Wasser wieder. Ausser dem Aufbau des Zeltdachs gibt es in den nächsten 88 Stunden nichts zu tun. Unglaublich, was in solchen Stunden und Minuten alles Unspektakuläres und doch Wichtiges passieren kann. Plötzlich verschieben sich ganze Lebenskonzepte. Oder Träume und Ideen bekommen Raum und Profil. Das sich selber ausgesetzt sein ist ein weiteres Erlebnis, das viele Männer zum ersten Mal in dieser Intensität machen. Dann den Geschichten der anderen Männern zu lauschen und darüber zu staunen, welche Kraft in einer solchen Visions-Suche steckt, ist tief berührend. Mein eigenes Erleben begleitet mich seither, als festes Fundament für Vieles, was in meinem Leben ist.
Was bleibt
Drei Jahre nach meiner Manngeburt hat sich in meinem Leben viel, sehr viel verändert:
- Ich habe nach 20 Jahren den Job geregelt gekündigt und mich auf eine Reise durch die Welt gemacht
- Ich bin nach neuen Monaten zurück gekehrt und habe mich selbstständig gemacht
- Ich habe Zugang zu meinen Gefühlen und zu meinem Innenleben gefunden
- Ich höre meine innere Stimme. Etwas vom Wertvollsten, das ich entdeckt habe
- Ich bin beziehungsfähig und kann mich heute viel mehr auf meine Partnerin einlassen und mich besser abgrenzen
- Ich bin viel ruhiger und besonnener
- Ich bleibe veränderungs- und anpassungsfähig, weil das Leben weiter geht
Was für dich werden kann
All dem wäre ich ohne Manngeburt nie in dieser Dichte begegnet. Daraus wurde ein Herzens-Projekt, das ich die letzten drei Jahre immer wieder verfolgt hatte: Die «Manngeburt Schweiz» zu veranstalten. Damit der Segen und die Kraft, die in diesem besonderen Männer-Training liegen, in den kommenden Jahren auch möglichst viele Schweizer Männer erfasst. Auch Männer, die diesen Weg nicht in der Krise einschlagen, sondern die sich einfach für ihre Beziehungen, den Job, für ihr Leben stärken wollen. Das Angebot steht. Der nächste Schritt liegt jetzt bei dir Mann!
In Verbindung treten
Kontaktiere mich
Ich freue mich auf deine Nachricht! Teile mir gerne dein Anliegen mit – ich bin für dich da.
- +49 173 352 2 681
- wolff@adventure-in-yourself.de
- Diessen am Ammersee, Fischerei 11